Wählen Sie unter [Optionen > PhoneDialog (TAPI-Gerät) > Auswählen > VoIP] das "SIP-SoftPhone" aus.

  • Der Eintrag ist nur in der Professional-Version sichtbar/verfügbar!
  • Über den Button [Geräte-Konfiguration] ist dabei eine neue SIP-Registrierung zu konfigurieren.
  • Später erreichen Sie die Konfiguration über: [Optionen > PhoneDialog (TAPI-Gerät) > Treiberkonfiguration > Bearbeiten].

SIP-Registrierungen / Accounts / Identitäten

Auf der ersten Konfigurationsebene können Sie einen oder mehrere SIP-Registrierungen / Accounts erstellen.

Benutzerkennung/Authentifizierungsname/Kennwort

Die notwendigen Daten für "Benutzerkennung, Authentifizierungsname und Kennwort" erfragen Sie bitte bei Ihrem SIP-Dienstanbieter.

Als Benutzerkennung wird oft die Rufnummer verwendet, es kann aber zum Beispiel auch eine Kunden-ID sein.
Die Angabe eines Authentifizierungsname ist optional. Wenn kein Authentifizierungsname eingetragen ist, wird die Benutzerkennung für den Authentifizierungsprozess verwendet.

Mehrere SIP-Accounts

Wenn Sie mehrere SIP-Accounts konfiguriert haben:

  • Wenn Sie mehrere SIP-Accounts konfiguriert haben, dann müsste unter [Optionen > PhoneDialog (TAPI-Gerät)] der Button "Rufnummer(n)" freigeschaltet sein. Setzen Sie hier die Haken bei den Rufnummern/Accounts, die Sie über den PhoneDialog steuern wollen.

  • Vor einem ausgehenden Anruf können Sie links oben im PhoneDialog-Display auswählen, welcher Account verwendet werden soll.

  • An gleicher Stelle wird bei einem eingehenden Anruf auch der jeweilige Account angezeigt.
    Unter [Optionen > PhoneDialog (TAPI-Gerät) > Anzeigen als] können Sie den SIP-Accounts kurze Namen zuweisen.

  • Es ist leider nicht vorgesehen, die SIP-Accounts mit mehreren PhoneDialogen zu verknüpfen. Anrufe würden dann immer in beiden PhoneDialogen angezeigt.
    Das SIP-SoftPhone sollte also nur einem PhoneDialog zugewiesen werden.

Konferenzschaltung

Unter [Optionen > PhoneDialog (TAPI-Gerät) > Treiberkonfiguration > Bearbeiten] können Sie einen Konferenzmodus auswählen:

  • integrierte Konferenzschaltung: Ab Version 3.1.025 unterstützt die SIP-SoftPhone-Komponente eine integrierte Konferenzschaltung.
  • persönlicher Konferenzraum: Wenn Sie in der Telefonanlage einen persönlichen Konferenzraum besitzen, dann können Sie hier die Konferenzraumnummer eintragen.
    Pro CTI Client Nutzer wird ein Konferenzraum benötigt. Für diesen Konferenzraum darf keine PIN-Eingabe erforderlich sein. Zu empfehlen wäre daher, eine längere (geheime) Konferenzraumnummer zu verwenden. Diese Konferenzräume sollten auch keine Namensansagen verlangen.
  • 3er-Konferenz per DTMF *3: Diesen Modus können Kunden der "Deutschen Telefon Standard AG" verwenden. Die Konferenzfunktion ist zusätzlich bei der "Deutschen Telefon Standard AG" freizuschalten. 
    Hinweis: Unter den [SIP-Dienstanbieter > Einstellungen] sollte der DTMF-Modus auf "RFC 2833" stehen.
  • Voraussetzung zum Schalten einer Dreierkonferenz ist, dass Sie bereits ein Rückfragegespräch aufgebaut haben (ein gehaltenes Gespräch und ein aktives Gespräch).

SIP-Dienstanbieter - Einstellungen

Ein SIP-Dienstanbieter kann sein:

  • Eine lokale Telefonanlage, die SIP-Nebenstellen unterstützt.
  • Eine Cloud-VoIP-Telefonanlage.
Einstellungen

Name: interner Anzeige-Name

IP-Adresse: DNS-Name oder IP-Adresse der VoIP-Telefonanlage
Beispiele:

  • fritz.box oder 192.168.0.10
  • sipgate.de

UDP / TCP: Art der SIP-Verbindung zwischen CTI Client und Telefonanlage.

  • UDP: SIP-Steuerpakete werden einzeln übertragen/geroutet. (Standard)
  • TCP: SIP-Steuerpakete werden über eine vorher aufgebaute TCP-Verbindung übertragen.

Proxy: Wenn Ihr Firmennetzwerk über einen Proxy abgesichert ist und auch die SIP-Steuerung über diesen Proxy laufen muss, dann ist hier die IP-Adresse Ihres Firmen-Proxy einzutragen. Fragen Sie dazu Ihren Netzwerkadministrator.

NAT und Firewall

Diese Einstellungen sind ggf. relevant, wenn Sie einen Cloud-Telefonanbieter verwenden und Ihr lokales Netzwerk über einen NAT-Router (eine externe IP-Adresse) mit der Außenwelt verbunden ist.
Sollte die Verbindung zu Ihrem Cloud-Telefonanbieter nicht funktionieren, könnten Sie testen, ob es mit der Option [Parameter'"received" auswerten] oder [STUN-Server verwenden] klappt.

Über einen STUN-Server kann der CTI Client Ihre externe Router-IP ermitteln.

Die Telefonanbieter stellen meist einen eigenen STUN-Server bereit.

Erweiterte Einstellungen

Register Intervall: Legt fest, aller wie viel Sekunden die SIP-Registrierung zur Telefonanlage erneuert wird.

Keep-Alive Intervall: Legt fest, aller wie viel Sekunden ein kleines Keep-Alive-Paket zur Telefonanlage gesendet wird. Die Keep-Alive-Pakete dienen dazu, in Ihrem Router/Firewall die UDP-Verbindung zur Telefonanlage offen zu halten.

SIP-Session-Timer: Legt fest, aller wie viel Sekunden aktive Gespräche mit einem RE-INVITE bestätigt werden.

Connected UDP-Socket verwenden: Wenn im CTI Client Anrufe erscheinen, die nicht von Ihrem VoIP-Anbieter/Telefonanlage kommen, dann könnte diese Option das Problem mit den Fake-Anrufen lösen.
Alle UDP-Pakete, die nicht von Ihrem VoIP-Anbieter/Telefonanlage kommen, werden ignoriert.


Tab "Funktionen"

Diesen Konfigurationsdialog erreichen Sie über:

[Optionen > PhoneDialog (TAPI-Gerät) > Treiberkonfiguration > Bearbeiten > SIP-Dienstanbieter > Einstellungen > Tab "Funktionen"].

Pickup

Tragen Sie hier den Pickup-Code Ihrer Telefonanlage ein.

  • Für eine Pickup-Gruppe ist ggf. nur der Pickup-Code einzugeben. Häufig wird *8 für Pickup verendet.
  • Bei Direct-Pickup muss zusätzlich noch die Nebenstellennummer nachgewählt werden (z.B. *8234). In diesem Fall ist der Haken zu setzen bei: "+ Rufnummer".
    Das "Direct-Pickup" erfolgt per Rechtsklick-Menü der Kurzwahltasten oder über den Pickup-Toolbutton vom PhoneDialog.
  • Bei einigen Telefonanlagen funktioniert der Pickup ohne Pickup-Code. Wenn die Nebenstelle klingelt, erfolgt der Pickup durch einfachen Anruf auf die Nebenstelle. In diesem Fall ist der Haken bei "Pickup-Code" zu entfernen. Der Haken bei "+Rufnummer" muss aber gesetzt sein.
  • Wenn für Pickup die SIP-Benutzer-ID anstelle der Rufnummer gewählt werden muss, dann können Sie diese z.B. bei den Kurzwahltasten extra eintragen.
Übergabemodus

Ab Version 3.1.008 werden zwei Übergabemodi unterstützt. Die Angabe von A- und C-Teilnehmer beziehen sich auf die Übergabe eines eingehenden Anrufs.

  • REFER C to A: Der Anrufer wird mit dem Rückfragegespräch verbunden.
  • REFER A to C: Das Rückfragegespräch wird mit dem Anrufer verbunden.

Wenn Sie ein gehaltenes Gespräch und ein aktives Rückfragegespräch haben und dann die Übergabe nicht funktioniert, dann stellen Sie hier bitte den alternativen Übergabemodus ein.

Rufumleitung/Anrufschutz

Rufumleitung und Anrufschutz lassen sich über die Icons rechts unten im orangen PhoneDialog-Display schalten.

  • Programmierung direkt in der Telefonanlage:

    • Vorteil: Rufumleitung/Anrufschutz sind auch aktiv, wenn der CTI Client geschlossen ist.

    • Modus 1: über Steuerkodes
      • Die entsprechenden Codes sind auf dem Tab "Funktionen" zu konfigurieren.
      • Zum Setzen einer Rufumleitung wählt der CTI Client den entsprechenden Code+Rufnummer.
      • Ob Rufumleitung/Anrufschutz gesetzt sind, kann merkt sich der CTI Client selbst und zeigt es nach einem Neustart wieder an.
      • Der CTI Client enthält ab Version 3.1.032 eine spezielle Erweiterung, damit die Anlage den CTI Client über Anrufschutz oder Rufumleitung informieren kann. Die Anlage müsste dazu eine OPTIONS-Message senden mit den Zusatzparametern "Status-DND" und "Status-CF".
        • Format:
          Status-DND: on/off
          Status-CF: 023456789 oder off
    • Modus 2: über CSTA/SUBSCRIBE (z.B. von BroadSoft und Peoplefone verwendet)
      • Mittels SIP-SUBSCRIBE werden CSTA-Kommandos zur Anlage gesendet.
      • Die Anlage informiert den CTI Client per SIP-NOTIFY über eine gesetzte Rufumleitung/Anrufschutz.
  • Anderenfalls übernimmt der CTI Client die Rufumleitung/Anrufschutz.

    • Vorteil: Die umgeleiteten/geblockten Anrufe werden als verpasst im Journal eingetragen.

    • Nachteil: Rufumleitung/Anrufschutz sind nur aktiv, wenn der CTI Client läuft.

Eine aktive Rufumleitung/Anrufschutz gilt für alle eingetragenen SIP-Accounts. Wenn mehrere SIP-Accounts aktiv sind, aber eine Rufumleitung nur für einen Account gesetzt werden soll, dann können Sie dafür eine Kurzwahltaste mit dem entsprechenden Programmiercode belegen.

CLIR (Rufnummernunterdrückung)

Per Code-Vorwahl kann ggf. die Übermittlung der eigenen Rufnummer für einen Anruf unterdrückt werden. Tragen Sie im Feld "CLIR" den entsprechenden CLIR-Code ein. Anschließend ist der CLIR-Schalter im PhoneDialog verfügbar.

DTMF (Ton-Nachwahl)

Die DTMF-Nachwahl benötigen Sie zum Beispiel für Sprachansagen mit Menüauswahl.

  • "RFC 2833" (Grundeinstellung): Die Töne werden als digitale Kommandos im Audio-Kanal übertragen.

  • Inband: Die Töne werden direkt vom CTI Client generiert und im Audio-Kanal übertragen.

  • SIP-Info: Die Töne werden von Ihrer Telefonanlage generiert.

Amtsholung

Wenn Sie Accounts von unterschiedlichen SIP-Anbietern eingebunden haben und nur ein SIP-Anbieter eine Amtsholung benötigt, können Sie optional eine Amtsholung setzen. Dies ist meist eine 0.

  • Amtsholung wird dann automatisch vorgewählt.

  • Und aus den vom Telefonanbieter gemeldeten Rufnummern wird die Amtsholung entfernt.

  • Achtung: Unter [Optionen > PhoneDialog (TAPI-Gerät) > Wähleinstellungen > Telefonanlage] darf dann keine Amtholung eingetragen sein!


Erweiterte Einstellungen

Die "Erweiterten Einstellungen" gelten für alle SIP-Accounts.

Erster lokal verwendeter Port

Für die SIP-Steuerung verwendet der CTI Client den angegebenen lokalen Port. Die Grundeinstellung ist Port 5060. Sollte der Port belegt sein, wird der nächste freie Port verwendet.

Für Audio werden dann die die nächsten freien Ports genutzt.

Hinweise:

  • Wenn Sie einen externen VoIP-Provider (Cloud) verwenden und bei internen Verbindungen (CTI Client zu CTI Client) sich die Gesprächspartner nicht hören:
    • Konfigurieren Sie für jeden CTI Client einen anderen lokalen Port. Jedem CTI Client sollte ein eigener Port-Bereich zur Verfügung stehen (10 Ports).
      Beispiel: CTI Client 1: lokaler Port = 6000; CTI Client 2: 6010; CTI Client 3: 6020
Bevorzugter Audio-Codec

Vorerst werden nur die Codecs A-Law und U-Law unterstützt.

  • Wenn Ihre Audio-Verbindung sehr stark rauscht (das kann z.B. bei Rückfrage auftreten), dann stellen Sie bitte auf auf  "A-Law" und setzen Sie den Haken bei "Nur diesen Codec unterstützen".
Zweitanruf abweisen

Wenn Sie im Gespräch sind, können Sie damit erzwingen, dass weitere Anrufer ein "Besetzt" signalisiert bekommen. Die Anrufe werden Ihnen dennoch kurz angezeigt und ins Journal eingetragen.

  • Allerdings, wenn der Anruf parallel auf einem Tischtelefon klingelt, dann erhält der Anrufer ggf. kein Besetzzeichen. Hier müsste die Telefonanlage entsprechend konfiguriert werden.
Auto-Answer per INVITE-Header zulassen

Diese Option kann zum Beispiel in Verbindung mit dem "TAPI for Asterisk"-Treiber verwendet werden. Wenn über den TAPI-Treiber gewählt wird, wird zuerst das CTI Client SoftPhone gerufen, welches den Hilfs-Ruf dann automatisch annimmt. Anschließend ruft die Asterisk-Telefonanlage die Zielrufnummer.

Speziell formatierte Anrufernamen scannen

Beispiel: Wenn die Telefonanlage bei einem eingehenden Anruf die angerufene Nummer (CalledID) im Anrufername mit überträgt, kann diese dem TAPI-Parameter "CalledID" zugewiesen werden. Somit kann die CalledID extra angezeigt und protokolliert werden. 

Bei Rufannahme die Richtung drehen per RE-INVITE

Wenn Sie z.B. über einen Mobile-Hotspot telefonieren, werden nach Annahme eines eingehenden Anrufs eventuell keine Audio-Daten übertragen. Wenn Sie den Anruf innerhalb von 3 Sekunden annehmen, dann funktioniert Audio, bei späterer Rufannahme nicht mehr.
Mit Aktivierung dieser Option kann das Problem gelöst werden.

Sperren für Terminal und RDP-Sessions

Beispiel: Sie haben den CTI Client auf Ihrem Büro-PC als SoftPhone in Verwendung. Wenn Sie sich manchmal vom Homeoffice aus per RDP auf Ihren Büro-PC aufschalten, dann ist ggf. die Remote-Audio-Qualität zu schlecht zum Telefonieren. Beim Start vom CTI Client sollte dann ein "TAPI-Gerät konnte nicht geöffnet werden" erscheinen.

Log-Datei schreiben (sip.log)

Die Logdatei "sip.log" kann bei Problemen für Analysezwecke aktiviert werden.